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Sonnenstich oder Hitzeschlag

Was tun bei Sonnenstich und Hitzschlag?

Wer zu lange in der Sonne war, riskiert einen Sonnenstich – oder sogar einen Hitzschlag. Wie sich das verhindern lässt und was im Ernstfall zu beachten ist

Herrlich, die warmen Strahlen der Sonne auf der Haut zu spüren. Aber Vorsicht, bitte übertreiben Sie es nicht mit dem Sonnenbad: Wer sich zu lange in der Sonne aufhält, riskiert einen Sonnenstich. Woran man das erkennt? Huelya Cakmak-Dietrich, Landesärztin des Deutschen Roten Kreuzes in Hessen, erläutert Symptome und Behandlung.

Was genau ist ein Sonnenstich?

Menschen, die zu viel Sonne auf den Kopf und Nackenbereich bekommen haben, können einen Sonnenstich erleiden. Durch die starke Hitze kommt es zu einer Irritation des Gehirns und der Hirnhaut. Diese löst Entzündungsreaktionen aus. Auch eine Hirnschwellung kann die Folge sein. Früher dachte man, UV-Strahlen wären schuld. Heute ist bekannt, dass die Temperatur das Problem ist.

Anzeichen für einen Sonnenstich

Sonnenstich-Patienten haben oft einen roten Kopf, sie klagen über Unruhe, Kopfschmerzen und manchmal auch Ohrgeräusche. Einige müssen sich übergeben. Bewusstseinsstörungen können auftreten. Typisch sind auch Nackenschmerzen bis hin zu einer Nackensteifigkeit. Auffällig ist: Die Körpertemperatur eines Sonnenstichpatienten ist in der Regel nicht erhöht.

Wie behandelt man einen Betroffenen?

Holen Sie den Patienten sofort aus der Sonne und kühlen Sie seinen Kopf mit feuchten, kühlen Tüchern oder einer kalten Dusche. Die Betroffenen fühlen sich oft besser, wenn ihr Oberkörper leicht erhöht liegt. Geben Sie dem Patienten etwas zu trinken, am besten Wasser oder Apfelschorle – aber nur, wenn er bei klarem Bewusstsein ist. Schon, um einen gefährlichen Hitzschlag auszuschließen, ist ärztlicher Rat erforderlich. Bei starkem Erbrechen oder apathischen Zuständen sollten Sie den Sonnenstichpatienten auf jeden Fall in ein Krankenhaus bringen oder sogar den Notarzt verständigen. Quälen den Patienten starke Kopfschmerzen, hilft ein Schmerzmittel aus der Apotheke – sofern aus ärztlicher Sicht nichts dagegen spricht. Auf jeden Fall ist Bettruhe angesagt, bis die Symptome nachlassen.

Wie kann man einen Sonnenstich verhindern?

Halten Sie sich nicht zu lange in der Sonne auf. Ist das unumgänglich, schützen Sie Ihren Kopf mit einem hellen Hut. Vor allem Babys sind gefährdet, ihre Schädeldecke ist viel dünner und teilweise noch nicht einmal ganz geschlossen. Außerdem muss man immer genug trinken, vor allem in der Hitze. Als Faustregel gilt, an heißen Tagen braucht ein Erwachsener mindestens einen halben Liter Wasser zusätzlich.

Was ist der Unterschied zum Hitzschlag?

Auch wenn man die beiden Begriffe "Sonnenstich" und "Hitzschlag" im Alltag oft durcheinanderwirft: Ein Hitzschlag ist wesentlich gefährlicher als ein Sonnenstich. Ausgelöst wird der Hitzschlag durch körperliche Überanstrengung in einer heißen Umgebung. Oft trifft er Personen in schlecht gelüfteten Räumen, zum Beispiel Hochofenarbeiter oder Saunabesucher, die zwischen den Gängen nicht an die frische Luft gehen. Auch Sportler, die in der Wärme trainieren, können einen Hitzschlag erleiden.

Hitzschlag wesentlich gefährlicher als Sonnenstich

Bei einem Hitzschlag kommt es im Gegensatz zum Sonnenstich zu einer Erhöhung der Körpertemperatur bis auf 40 Grad Celsius und mehr. Das ist lebensbedrohlich. Große Anstrengung in Kombination mit starker Hitze kann das Temperatur-Regulationssystem des Körpers außer Gefecht setzen, zum Beispiel versagt die Schweißproduktion. Es kommt zu einem Wärmestau.

Anzeichen für einen Hitzschlag sind oft Krämpfe, Halluzinationen und Bewusstseinstrübungen. Es kommt aber auch vor, dass der Betroffene "nur" völlig ermattet ist. Der Pulsschlag ist hoch, der Blutdruck tief, die Haut heiß und trocken. Vorsicht, oft wird dieser Zustand mit Erschöpfung oder Müdigkeit verwechselt und der Hitzschlag zu spät behandelt. Bringen Sie den Betroffenen sofort aus der Hitze und rufen Sie den Notarzt.

Kühlen Sie seinen ganzen Körper mit feuchten Tüchern und kontrollieren Sie Atmung und Bewusstsein. Leisten Sie im Notfall Erste Hilfe.

Die Hitzeerschöpfung

Es gibt ein Übergangsstadium zwischen Sonnenstich und Hitzschlag, genannt Hitzeerschöpfung. Sie entsteht durch den Verlust von Flüssigkeit und Salzen bei ungenügendem Trinken. Anzeichen sind Dehydrierung und ein Steigen der Körpertemperatur auf 37 bis 40 Grad Celsius. Zwar treten bei der Hitzeerschöpfung oft keine Bewusstseinsstörungen auf, aber durchaus bereits Schwindel, Atemnot und Frösteln. Behandelt wird die Hitzeerschöpfung wie ein Sonnenstich und Hitzschlag.

 

Urlaubsapotheke

Für viele Menschen ist der Urlaub die schönste Zeit des Jahres. Damit das in der Ferne auch so bleibt, sollte nicht auf umfassende Beratung und eine gut sortierte Reiseapotheke verzichtet werden. Zuerst sollte daran gedacht werden ausreichend Medikamente einzupacken, die man auch zu Hause ständig nimmt. Rasch und unbürokratisch ärztliche Hilfe zu er halten oder die gewohnten Medikamente zu bekommen, gestaltet sich im Ausland deutlich schwieriger als zu Hause. Nicht in jedem Land ist Nachschub zu bekommen, außerdem unterscheiden sich Dosis und Aufmachung der Medikation von Land zu Land.

Die Zusammenstellung der Reiseapotheke sollte auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden. Besonders dabei zu berücksichtigen sind: Kinder, Diabetiker, Allergiker, Fernreisende oder Aktivurlauber.

Speziell für tropische Gebiete sind oft Impfungen nötig, die rechtzeitig durchgeführt werden müssen. Für manche Krankheiten, wie Malaria, gibt es keinen Impfschutz, sondern eine Prophylaxe.

In der Reiseapotheke sollten sich nur neue und ungeöffnete Mittel befinden, weil das Ablaufdatum bei gebrauchten Salben oder Flüssigkeiten nicht mehr gilt. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden ob Medikamente vor Ort fachgerecht (z.B. kühl) gelagert werden können.

  Basisausstattung Familie

  • Verletzungen: Pflaster, Wundauflagen, Verbände, Desinfektionsmittel            
  • Fieber, Schmerzen                                      
  • Schnupfen
  • Halsschmerzen                                            
  • Ohrenschmerzen
  • Husten                                                            
  • Mückenschutz
  • Insektenstiche                                            
  • Sonnenschutz
  • Sonnenbrand                                              
  • Durchfall
  • Verstopfung                                                  
  • Kreislauf
  • Übelkeit, Erbrechen



Gerne erstellen wir Ihnen kostenlos, abgestimmt auf Ihr Reiseziel, einen detaillierten Impfplan durch unser Computerprogramm, auch bei Fernreisen, bei denen oft bestimmte Impfungen notwendig sind! Wir überprüfen und ergänzen Ihre Reiseapotheke und beraten Sie gerne.

 

Glücklich sein

Wege zum Glück

Auch wenn intensive Glücksgefühle eher für den Moment als auf Dauer bestehen – wer mit sich selbst und anderen im Reinen ist, lebt glücklicher

Wenn im Mittelalter der Töpfer Krug und Deckel aus dem Brennofen zog und diese noch immer gut zusammen passten, dann nannte er dieses Gelingen ein "Gelükke" – ein Glück. Diese Vorstellung vom "Gelingen" steckt auch heute noch in unserem Glücksempfinden, meint Dr. Stephan Lermer, Psychotherapeut, Coach und Glücksforscher. "Es ist das Gefühl des gelungenen Lebens, das uns in einem glücklichen Moment bewusst wird." Das Gefühl, angekommen zu sein, den richtigen Platz im Leben gefunden zu haben – etwas zu tun, in dem wir ganz aufgehen und die Zeit vergessen können.

Diese Empfindung von Glück teilen nach Lermers Einschätzung die meisten Menschen. "Aber die Art und Weise, wie sie zu ihrem Glück kommen, ist doch sehr verschieden." Der eine will auf dem Berg alleine sein, der andere braucht Trubel. Der Nächste möchte Teil einer großen Familie sein, ein anderer in trauter Zweisamkeit oder auch mit Gleichgesinnten im Einsatz für eine "große Sache".

Den eigenen Weg definieren

Deshalb ist für Stephan Lermer die erste Stufe auf dem Weg zum Glück die der Selbsterkenntnis, denn: "Es gibt nicht den einen Weg zum Glück, aber es gibt Ihren Weg zum Glück. Je besser Sie wissen, was Sie wirklich wollen, was Ihnen Freude macht und was Kummer, desto besser können Sie auch danach leben." Wer sich beispielsweise mit Freude bewegt oder für eine Idee begeistert, bekommt dadurch einen Schub des "Glückshormons" Endorphin – "aber nur, wenn sein Tun wirklich seinem inneren Willen entspricht und nicht, wenn er es sich 'aus Vernunft' auferlegt hat."

Das betont auch der Medizinsoziologe Michael Rosentreter, und rät: "Ergründen Sie für sich, was Ihnen zum guten Leben besonders wichtig ist. Gute Freunde? Die Familie? Eine Arbeit, die vor allem spannend und fordernd, gesellschaftlich sinnvoll, gut bezahlt oder eher einfach und schnell zu erledigen ist? Bildung? Wohlstand?" Wer weiß, was er will, bekommt es deshalb zwar noch lange nicht gleich. Erst recht nicht, wenn er sich um seine materielle oder gesundheitliche Existenz sorgen muss. "Aber wer sich kennt und frei von existenziellen Nöten ist, kann seinen persönlichen Gestaltungsspielraum – dort, wo er ihn hat – besser nutzen."

Dankbar sein

Eine weitere wichtige Quelle von Glücksgefühlen sieht Stephan Lermer in der Dankbarkeit. "Indem wir uns bewusst machen: Es hätte auch anders verlaufen, auch weniger gut ausgehen können, schätzen wir mehr, was wir tun und haben - und sind glücklich darüber." Nicht zuletzt das kirchliche Erntedankfest ist Ausdruck dieser Freude. Religion und Spiritualität helfen im Übrigen vielen Menschen beim Glücklichsein, betont auch Michael Rosentreter. "Sie sehen nicht nur jedes tägliche kleine  Glück als Gnade, sondern sehen auch in manch einem Unglück einen tieferen Sinn oder die Chance für etwas Positives."

Maß halten

Das eigene Glück zu schätzen, dazu gehört Rosentreters Meinung nach auch die Kunst, das richtige Maß zu finden. "Ein Kind freut sich riesig, wenn Sie ihm ein Eis spendieren. Tun Sie dies aber täglich, empfindet es weniger Freude, weil es das Eis für selbstverständlich hält und weniger schätzt." Ähnlich verhält es sich mit den Relationen, in denen wir unsere Lebenssituation mit anderen vergleichen: Wer etwa in einer ausreichend großen Wohnung lebt und einer Arbeit nachgeht, die er mag und von der er gut lebt, kann sich wahrhaft glücklich schätzen. Ist derselbe Mensch aber umgeben von Nachbarn in großen Häusern, die von spannenden Jobs und tollen Reisen erzählen, fühlt er sich mit einem Mal weniger glücklich, auch wenn sich objektiv nichts an seiner Lage geändert hat.

Auch hier empfiehlt Michael Rosentreter: "Schätzen Sie das Gute, das Ihnen widerfährt, und nehmen Sie sich Zeit, es zu genießen – ohne es daran zu bemessen, was andere tun und haben, und auch ohne davon auszugehen, dass es mehr werden muss."

 
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