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Agressive Ragweed Pollen

Ragweed Pollen – Die aggressivsten Heuschnupfenauslöser haben Hochsaison! Ganz Österreich betroffen!

Ragweed, das anfangs vor allem in Ostösterreich ihr Verbreitungsgebiet gefunden und sich in den Süden ausgebreitet hat, ist mittlerweile in fast ganz Österreich zu finden. Ihr Schwerpunkt liegt zwar weiterhin im Burgenland, in Niederösterreich, im Wiener Raum, in Kärnten und der Steiermark, doch hat sich die Pflanze - in geringen Beständen - auch in den Westen und Norden des Landes verbreitet. Oberösterreich und Vorarlberg sind bisher noch weitgehend verschont geblieben, doch auch hier gibt es bereits punktuell Stellen, wo sich die Pflanze findet. In Höhenlagen in Tirol ist die Pflanze kaum vorhanden.

( Quelle: Kurier.at)

 

Saison und Blühbereitschaft

Ragweed auch Ambrosia genannt keimt ab Mitte April und wächst zu einer stark verzweigten Pflanze mit bis zu 1,5 Meter Wuchshöhe heran. Die Blühzeit beginnt Ende Juli und endet im September. Mitte August wird mit den stärksten Belastungen gerechnet. Die Blühbereitschaft und –Intensität hängt von Temperatur, Menge des Lichteinfalls und Regenmengen ab. Ragweed braucht viel Wasser, um sich auszubreiten.

 

Beschwerden

Ragweed besitzt eine hohe allergische Potenz, es reichen wenige Pollenkörner pro m3 Luft aus, um allergische Probleme, den so genannten „Herbstheuschnupfen“ zu verursachen. Der Blütenstaub des Krauts ist ein besonders aggressiver Allergie-Auslöser.

 Jucken in Augen und Rachen

 Laufende oder verstopfte Nase

 Niesreiz, Bindehautentzündung

 Bronchitis mit Husten

 Atemnot, allergisches Asthma

 

Bereits Hautkontakt mit dem Blütenstand kann Allergien auslösen. Kreuzreaktionen mit Goldrute, Sonnenblume, Kamille, Arnika und

anderen Vertretern der Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae oder Compositae) sind möglich.

 

Steckbrief:

Ragweed/ Ambrosia/ Beifußblättriges Traubenkraut

Biologischer Name: Ambrosia artemiifolia

Familie: Korbblütler

Lebensraum: Straßen, Wegränder, Schutthalden, Ufern, Gebüsche

Besonderheiten: Ausdauernd und widerstandsfähig, sehr aggressiv

Größe: 60 cm bis 2m

Blühzeit: Ende Juli bis Oktober

Blüte: Anfang August bis ca. Mitte September

 

Apothekertipp: Lectranal

 

Weitere Information im Internet:

Pollenwarndienst:

www.pollenwarndienst.at/

 

Wespenplage

Wer die nützlichen, aber doch immer wieder lästigen Wespen fernhalten möchte, sollte dabei unbedingt den richtigen Umgang pflegen. Wespen sollten keinesfalls aggressiv gemacht werden.

Ruhe bewahren!

Meist fühlen sich Wespen vom Geruch verschiedenster Speisen angezogen. Ob auf dem Balkon bei Kaffee und Kuchen oder in der städtischen Eisdiele – die Insekten lieben süße Getränke, Fleisch- und Wurstwaren. Wer eine sich nähernde Wespe nun falsch begrüßt, fängt sich oft einen schmerzhaften Stich ein.

Unbedingt Ruhe zu bewahren und panische Bewegungen unbedingt zu vermeiden. Grundsätzlich sind die Insekten auf Nahrungssuche nicht aggressiv.

Imker sprechen außerdem davon, dass Wespen die Schlag- und Fechelbewegungen menschlicher Hände im Zweifelsfall für die Flügel von Vögeln halten - und sich auch dadurch bedroht fühlen. Da sie sich nur wehren, wenn sie sich bedroht fühlen, sollten Sie auf panische Schlagbewegungen unbedingt verzichten.

Vermeiden Sie es, die Wespen an- oder weg zu pusten

Das An- und Wegpusten der Tiere ist ebenfalls nicht richtig, da das im Atem enthaltene Kohlendioxid für die Wespen ein Alarmsignal ist und Stress auslöst, der schnell in eine aggressive Kampfhaltung übergehen kann.

Tipp: Prüfen Sie im Freien immer erst das Glas, bevor Sie daraus trinken und versehen Sie Getränkedosen immer mit einem Strohhalm. Auch das Abdecken mit einem Bierdeckel kann die Tiere fernhalten. Achten Sie auf das Verhalten der Wespen und achten Sie außerdem darauf, die Insekten nicht versehentlich zu zerquetschen oder über Speisen und Getränke in den Mundraum zu lassen.

Lassen Sie Süßigkeiten, zuckerhaltige Getränke sowie Fleisch- und Wurstwaren nicht im Freien liegen – verschließbare Behältnisse senken das Risiko eines Wespenbesuchs auf dem Gartentisch. Wischen Sie Kindern außerdem nach dem Essen den Mund ab, um Insekten davon fernzuhalten.

Wespen fernhalten durch Ablenkung

Ein weiterer Tipp kann auch das Aufbauen einer Ablenkfütterung sein. Mit diesem Manöver können Sie die lästigen Tiere fernhalten, indem Sie diese vom Esstisch weglocken und zu einer benachbarten führen. Positionieren Sie zum Beispiel einen Teller mit reifen Früchten in der Nähe des Gartentischs – diesen Obstdüften können die Wespen meist kaum widerstehen und locken Sie direkt dorthin

Doch Wespen stehen nicht nur auf die Gerüche leckeren Speisen und Getränke. Es empfiehlt sich auch Abstand von bunter Kleidung zu nehmen. Vor allen Dingen werden die sie angeblich von farbigen Blumenmustern sowie schwarzen und gelben Stoffen angezogen. Weiterhin werden die Insekten von Parfüm, Deodorants, Duschgels aber auch Sonnencremes angelockt. Sie sollten deshalb auf zu stark duftende Pflegeprodukte verzichten.

Weitere nützliche Tipps:

Eine Schale mit Wasser und darauf eine Mischung von Fenchel- und Nelkenpulver streuen.,

Nehmen Sie Abstand vom Kauf einer Wespenfalle, in diesen sterben die unter Naturschutz stehenden Tiere einen qualvollen Tod. Zudem locken Fallen oft noch mehr Insekten an.

Bringen Sie an den Fenstern Insektenschutzgitter an. Diese vermeiden das Eindringen des unerwünschten Besuches.

 

 

Selenmangel

Selenmangel

Selen kann vom Körper nicht selbst gebildet werden und muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Es wird als essenzielles Spurenelement bezeichnet. Das Spurenelement kommt vor allem in Fleisch, Fisch, Eier, Milch- und Getreideprodukten vor. Der Selengehalt in den gesamten europäischen Böden ist jedoch relativ gering. Je nach Region schwankt deshalb der Selenanteil in den Nahrungsmitteln – viele Menschen sind nicht ausreichend mit Selen versorgt. Auch Veganer und Menschen, die über einen längeren Zeitraum künstlich ernährt werden, sind gefährdet, unter Selenmangel zu leiden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Jugendliche und Erwachsene eine Aufnahme von 70 Mikrogramm Selen pro Tag. Männer nehmen mit der Nahrung im Durchschnitt lediglich 47 Mikrogramm und Frauen 38 Mikrogramm Selen zu sich.
 
Selenmangel hat eine Unterfunktion selenabhängiger Enzyme zur Folge. Diese Enzyme sind in zahlreichen Organen enthalten und an vielfältigen Funktionen beteiligt. Ein Mangel an Selen kann daher unterschiedliche Beschwerden und Erkrankungen begünstigen.


 


Selen und Krebs

Zahlreiche Studien belegen einen Zusammenhang zwischen einer zu geringen Selenversorgung und der Neuerkrankung von Krebspatienten bzw. der Krebssterblichkeit. Ein niedriger Selenspiegel führt zu einem zwei- bis sechsfach höheren Krebsrisiko.
 
Krebspatienten haben bereits vor Ausbruch der Krankheit einen niedrigen Selenspiegel. Während der Erkrankung nimmt der Selenspiegel oftmals weiter ab. Selen ist an vielfältigen Prozessen der körpereigenen Abwehr beteiligt. Bei Krebskranken sind die Reserven oft erschöpft. Tumorpatienten leiden unter antioxidativem Stress, der durch die Chemo- und Strahlentherapie weiter verstärkt wird. Eine zusätzliche Zufuhr von Selen wirkt sich unterstützend auf die Krebstherapie aus. Bei der Behandlung von Krebs wird Selen in der anorganischen Form, nämlich als Natriumselenit, verwendet. Der Selenspiegel sollte dabei auf einem ausreichend hohen Niveau (mehr als 120 Mikrogramm im Vollblut) gehalten werden. Damit wird dem Körper eine optimale oxidative und immunogene Abwehrbereitschaft geboten. Freie Radikale, die bei chronischen Krankheiten wie Krebs anfallen, werden bekämpft. Es bilden sich mehr Antikörper, Killerzellen und Abwehr-Lymphozyten. Das Wachstum bestehender Tumoren wird ebenso verhindert. Teilweise bilden sich die Tumorzellen auch zurück. In den Krebszellen wird eine Art Selbstmordprogramm ausgelöst.
 
Selen senkt außerdem die Nebenwirkungen einer Chemo- und Strahlentherapie ohne Wirksamkeitsverlust.
 
Neben der unterstützenden Funktion der Krebstherapie wird eine Selenzufuhr als vorbeugende Maßnahme gegen Krebs empfohlen. Studien ergaben, dass Menschen in selenreichen Gebieten seltener von Krebs betroffen sind als Menschen in selenarmen Regionen.


 


Ist Selen giftig?

Eine Vergiftung mit Selen wird auch als Selenintoxikation oder Selenose bezeichnet. Selenvergiftungen sind zwar möglich, treten aber grundsätzlich nur bei einer falschen und unkontrollierten Anwendung auf. Produkte, die Natriumselenit enthalten, sind gut verträglich und sicher.
 
Bei einer Überdosierung von Selen können Nebenwirkungen auftreten. Erste Anzeichen sind ein knoblauchartiger Atemgeruch, Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen, Müdigkeit und Haarausfall.
 
Im Falle einer längeren Überdosierung kann sich das Nagel- und Haarwachstum verändern und es können Störungen des Nervensystems auftreten.
 
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt gesunden Menschen über einen längeren Zeitraum nicht mehr als 400 Mikrogramm Selen täglich zu sich zu nehmen.
 
Akute kurzfristige, kontrollierte Einnahmen von Natriumselenit bleiben bis zu 1000 Mikrogramm ohne toxische Wirkung.


 


Selen und Schilddrüse

Die Schilddrüse hat eine große Bedeutung für den Stoffwechsel. Die von der Schilddrüse produzierten Hormone beeinflussen die gesamte körperliche Entwicklung. Sie steuern z.B. den Energie- und Knochenstoffwechsel, die Verdauungsfunktion, Herz- und Kreislauffunktionen und die psychische Verfassung. Selen nimmt eine zentrale Rolle für Aufbau, Aktivierung und Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone ein. Ein wichtiges Schilddrüsenhormon ist Thyroxin. Es wird von der Schilddrüse selbst produziert. Selenabhängige Enzyme wie Glutathionperoxidase und Thioredoxinreduktase haben bei der Produktion von Thyroxin unterstützende Funktionen. Sie schützen das Schilddrüsengewebe vor Oxidation und Entzündung. Nicht nur für die Produktion, sondern auch für die Aktivierung des Thyroxins werden selenabhängige Enzyme benötigt. Ohne Selen kann das Schilddrüsenhormon nicht gebildet werden. Eine ausreichende Selenversorgung trägt daher zur Aufrechterhaltung der Schilddrüsenfunktion bei.
 
Die Autoimmunthyreoiditis (AIT) ist eine genetisch bedingte, chronische Entzündung der Schilddrüse. Hierbei werden Antikörper gebildet, die gegen bestimmte Strukturen des eigenen Schilddrüsengewebes vorgehen. Das hat Funktionsstörungen zur Folge, die sich als Über- oder Unterfunktion bemerkbar machen, oft bekannt als Hashimoto oder Morbus Basedow.
 
Ob die Erkrankung ausbricht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Gründe können beispielsweise Schwangerschaft, Wechseljahre oder Pubertät sein. Ein Selenmangel begünstigt die Krankheit ebenfalls.
 
Durch die ausreichende Versorgung mit Selen kann diese autoimmune, chronische Schilddrüsenentzündung (AIT – Autoimmunthyreoditis) positiv beeinflusst werden. Studien belegen, dass Selen die Bildung von Antikörpern sowie Entzündungen reduziert.


 


Selen und Immunsystem

Selen unterstützt das Immunsystem in seiner natürlichen Aufgabe, den Körper vor schädlichen Eindringlingen zu schützen.
 
Bei Selenmangel verlieren die Immunzellen an Wirksamkeit. Die Synthese von Antikörpern gegen fremde Substanzen ist reduziert. Die körpereigene Abwehr gegenüber Bakterien und Viren ist geschwächt. Auch Krebszellen können schlechter bekämpft werden. 


 

 
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